Berliner Bündnis für Musikunterricht
Musikunterricht in Not
(Presse-Gespräch 27. 4. 2006)
Forderungen:
- Die sog. PISA-Fächer dürfen ihre notwendigen Reformen nicht auf Kosten anderer Fächer wie Musik durchführen.
- Der unverwechselbare Stellenwert der Musik im Kanon der Allgemeinbildung darf nicht nur in Sonntagsreden beschworen werden, sondern muss durch kulturfreundliches Handeln des Senats und praktische Beschlüsse der schulischen Gremien unterstützt und verstärkt werden.
Darum darf der Musikunterricht in der Pubertät nicht abbrechen, sondern muss kontinuierlich mit einer qualitativ ausreichenden Anzahl von Wochenstunden untersetzt werden, soll der bei Musik notwendige Übungs-Effekt eintreten und das Fach in der gymnasialen Oberstufe überhaupt noch vorkommen können.- Je zwei Wochenstunden Musik in der Sekundarstufe I (7. – 10. Klasse) in allen Schultypen einschließlich der Hauptschule
- Erhalt und Ausbau der sich bewährenden Bläser- und Streicher-Klassen sowie der Musik-AGs
- Kontinuität für die musikbetonten Grundschulen
- Ausbildung und Einstellung von genügend Musiklehrerinnen und Musiklehrer, damit Schulmusik überhaupt stattfinden kann
Im Zusammenhang des Berliner Bündnis für Musikunterricht haben bisher folgende Persönlichkeiten und Institutionen Statements oder Protest-Briefe abgegeben:
- Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor und Künstlerischer Leiter der Staatsoper Berlin
- Peter Dussmann, Dussmann-Gruppe
- Kirstin Harms, Intendantin der Deutschen Oper
- Andreas Homoki, Intendant der Komischen Oper
- Christian Höppner, Präsident des LandesMusikRat Berlin
- Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Dresdner Bank AG Berlin
- Matthias Lilienthal und Dr. Dorothea Kolland, Rat für die Künste
- Gerhard Mertens, Geschäftsführer Deutsche Orchestervereinigung
- Catherine Milliken, Director Education Department der Berliner Philharmoniker
- Kent Nagano, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters
- Prof. Martin Rennert, Präsident der Universität der Künste
- Prof. Dr. Frank Schneider, Intendant des Konzerthauses Berlin
- Richard v. Weizsäcker, ehem. Regierender Bürgermeister von Berlin und ehem. Bundespräsident
- Prof. Udo Zimmermann, Direktor der Sektion Musik der Akademie der Künste


